Leo Trotzki und die Verteidigung der historischen Wahrheit
Leo Trotzki und die Verteidigung der historischen Wahrheit
Zur Historiker-Debatte über die Trotzki-Biographie von Robert Service
Der britische Historiker Robert Service hat eine neue Biografie von Leo Trotzki veröffentlicht, die das Ziel verfolgt, den revolutionären Marxisten und Gegner Stalins persönlich und politisch zu diskreditieren.
Service greift dabei auf Verleumdungen und Geschichtsfälschungen zurück, die bereits Stalins Propagandamaschine eingesetzt hatte, um die Liquidierung Trotzkis sowie Zehntausender seiner Anhänger zu rechtfertigen. Sein Buch ist – in den Worten des bekannten Historikers Hermann Weber – »keine Streitschrift, sondern eine Schmähschrift«.
Vierzehn Geschichts- und Politikwissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich in einem Brief an den Suhrkamp Verlag gegen die Veröffentlichung der deutschen Ausgabe der Trotzki-Biographie von Robert Service gewandt. Sie schlossen sich damit dem Urteil des Chefredakteurs der World Socialist Web Site, David North, an, der nachgewiesen hat, dass Service' Buch die grundlegenden Standards und Regeln wissenschaftlicher Arbeit verletzt.
Dass Trotzki auch siebzig Jahre nach seinem Tod zum Gegenstand heftiger Angriffe und Verleumdungen wird, spricht für seine Aktualität. Angesichts der tiefsten Krise des Weltkapitalismus seit den 1930er Jahren befürchten herrschende Kreise eine Neubelebung sozialistischer Ideen. Das Buch von Service soll mit der Verleumdung Trotzkis auch jedes Interesse an einer sozialistischen Alternative zum Kapitalismus im Keim ersticken.
Für die Jugend und die Arbeiterklasse ist die Verteidigung der historischen Wahrheit hingegen von entscheidender Bedeutung. Das Verständnis der Vergangenheit ist die Grundlage für eine Orientierung in der Gegenwart und eine fortschrittliche Gestaltung der Zukunft.
trotzki.gleichheit.de
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Dokumentation Trotzki lang.pdf | 663.3 KB |
| Dokumentation Trotzki kurz.pdf | 340.81 KB |
-
Berlin
-
Leipzig
-
Bielefeld
Donnerstag, 19. April 2012 um 18:30 Uhr
Uni Bielefeld (Hörsaal H9)
Universitätsstr. 25

